Historie

Die Wiege der Arbeitskreise Heimische Orchideen liegt in der ehemaligen DDR. Dort begannen vor mehr als 50 Jahren an Orchideen interessierte Botaniker sich in einem lose organisierten Arbeitskreis zusammenzuschließen und gründeten 1961 den ersten Arbeitskreis unter dem Namen „Arbeitskreis zur Beobachtung und zum Schutz heimischer Orchideen beim Institut für Landesforschung und Naturschutz Halle/Saale der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin“.

Die Anregung hierzu ging von Norbert Wišniewski aus, der 1963 auch die erste Arbeitstagung in Halle einberief, mit der Bildung eines provisorischen Vorstandes. 1965 erschien das erste Heft der „Mitteilungen“, in dem N. Wišniewski die bisherige Entwicklung des Arbeitskreises und die bevorstehenden Aufgaben beschrieb. 1975 schloss sich der Arbeitskreis dem Kulturbund der DDR an und führte den Namen „Arbeitskreis Heimische Orchideen des Zentralen Fachausschusses Botanik im Kulturbund der DDR“. Bis zu seinem Tod 1976 leitete N. Wišniewski die Geschicke des Arbeitskreises. Mit seinem Engagement hat er sich um die heimischen Orchideen und den Arbeitskreis sehr verdient gemacht. Nach seinem Tod übernahm Günther Hamel die Leitung des Arbeitskreises. 

1969 gründeten naturverbundene Orchideenfreunde in Baden-Württemberg einen Verein zum Schutz der heimischen Orchideen unter dem Namen „Arbeitskreis Heimische Orchideen“ (AHO). Diesem Beispiel folgten 1972 Unterfranken und 1974 die Orchideenfreunde Bayerns, bis im Laufe der Jahre in nahezu jedem Bundesland ein Arbeitskreis gegründet wurde.

Nach der Wiedervereinigung mussten sich die Orchideenfreunde des Arbeitskreises der DDR neu orientieren, damit die bisher gewonnenen Erfahrungen über die heimischen Orchideen und ihre Biotope nicht in Vergessenheit geraten. So formierten sich wenige Jahre nach der Wende aus dem einen Arbeitskreis „zur Beobachtung und zum Schutz heimischer Orchideen“ erstmalig Arbeitskreise in den Neuen Bundesländern mit den gleichen Zielsetzungen zum Schutz der heimischen Orchideen.

Um Mitglieder und Orchideenfreunde über das Geschehen im AHO zu unterrichten, werden von den einzelnen Arbeitskreisen Rundschreiben herausgegeben. Diese berichten über die jeweiligen Veranstaltungsprogramme mit Vorträgen, Kartierungsexkursionen, Pflegeeinsätzen und auch über das Vereinsgeschehen. Auch auf neue Literatur und sonstige orchideenbezogene Veröffentlichungen wird hingewiesen.

Die Arbeitskreise unterstützen Naturschutzbehörden, Naturschutzgruppen und Umweltverbände und arbeiten auf diese Weise im Sinne des Natur- und Biotopschutzes mit ihnen zusammen.

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